Unseriöse Bearbeitungsgebühren bei Krediten
Wird ein Kredit bei der Bank beantragt, fällt für die Prüfung der Kreditwürdigkeit und die Bewertung der gestellten Sicherheiten nahezu immer eine Bearbeitungsgebühr an. Diese liegt bei Ratenkrediten zwischen 1-3% der Darlehenssumme und richtet sich nach der Darlehenshöhe. Für Baufinanzierungsdarlehen unterscheidet man die Bearbeitungsgebühr, die zwischen 0,5-1% der Kreditsumme liegt und die Wertermittlungsgebühr für die Berechnung des Verkehrswertes der Immobilie. Vor allem Di- rektbanken verzichten heute immer öfter auf die Bearbeitungs- gebühren und geben ihren Kunden hiermit Kostenvorteile. Kun- den, die ihre Kredite bei einer Bank beantragen, werden kaum mit unseriösen Bearbeitungsgebühren rechnen müssen, denn die Institute werden überwacht, weiterhin befinden sie sich im Kon- kurrenzkampf mit anderen Banken. Anders ist dies bei privaten Finanzvermittlern. Diese vergeben Kredite von Privatpersonen oder vermitteln Darlehen an ausländische Banken.
Sie unterliegen keiner Kontrolle, die Preise werden am Markt gebildet. Zudem sind diese Kreditangebote für Menschen mit negativem Schufa-Eintrag oder für Arbeitslose oft die einzige Möglichkeit, überhaupt Kredit zu erhalten. Einige Finanzver- mittler nutzen hierbei die Not der Menschen aus und berechnen unseriöse Bearbeitungsgebühren. In manchen Fällen wird bereits eine Gebühr berechnet, bevor der Darlehensantrag überhaupt angesehen wurde. In der Hoffnung auf einen Kredit bezahlen viele Menschen diese Gebühren, erhalten aber trotzdem keinen Kredit. Aus diesem Grund ist eine Prüfung der Kreditgeber unbedingt notwendig. So sollte ein seriöser Vermittler ein Kreditangebot gänzlich ohne Gebühren erstellen, gleichzeitig sollte dieses Angebot sowohl die Bearbeitungsgebühren wie auch den effektiven Jahreszins enthalten. Nur so ist ein Vergleich verschiedener Anbieter möglich.


