Einmal aussetzen bitte!

Diesen Satz kennt man aus vielen Gesellschaftsspielen. Aussetzen, also pausieren, heißt es, wenn man eine Runde lang verschnaufen kann. Bei einem gängigen Ratenkredit ist es ähnlich. Man "zieht eine Ereigniskarte", wird von unvorhersehbaren Ausgaben überrascht und schon ist die ganze schöne Finanzplanung über den berühmten Haufen geworfen. Bevor man nun mit einem Ratenkredit in Verzug gerät, oder das Überziehungskonto noch weiter strapaziert, empfiehlt es sich, Kontakt mit dem Kredit- geber aufzunehmen, das Gespräch zu suchen. Ist die verein- barte Rückzahlung bislang problemlos verlaufen, wird sich jedes Geldinstitut bereit erklären, eine Rate auszusetzen. In der Praxis bedeutet dies natürlich, dass die vereinbarte Laufzeit von Ratenkredite sich um einen Monat verlängert. Die dadurch entste- hende Veränderung im Zinsgefüge ist minimal. Vertrag ist aber Vertrag, deshalb wird man eine solche Aussetzung natürlich nicht zur Regel werden lassen, sie solle eine Ausnahme bleiben.

 

Mit Vorsicht zu genießen: die in jüngster Zeit aufkommenden Angebote mancher Banken, eine solche Aussetzung gleich von vornherein in den Vertrag mit aufzunehmen. Eine solche Anschlussfinanzierung ist meist an Auflagen geknüpft. Einmal im Jahr kann man so - ohne weitere Verhandlung - mit einer Rate in Rückstand geraten. Hier rechnet die Bank von Anfang an mit nur 11 Raten im Jahr, zumindest wirkt sich dieses "Ausfallrisiko" kalkulatorisch bei den Zinsen aus. Die Empfehlung kann immer nur lauten: Kredite nur in solcher Höhe aufnehmen, dass die monatlichen Raten in jedem Falle kein Ausreizen der finanziellen Möglichkeiten bedeuten. Bei Laufzeiten von bis zu 84 Monaten (7 Jahren) für eine Auto-Finanzierung beispielsweise, kann einfach zu viel "dazwischenkommen". Die Unabwägbarkeiten des Lebens sollte man nicht unterschätzen. Und die Chance, 3 mal zu würfeln hat man nur bei Brettspielen... [1 ]