Angepasstes Konsumverhalten der Deutschen

Wie viel Geld wir zur Verfügung haben, wird maßgeblich von unseren regelmäßigen Einkünften bestimmt. Der Kampf der Politik, Gewerkschaften und Unternehmer finden fast täglich den Weg in die Nachrichten. Der Bund der Steuerzahler weist regelmäßig in seinem Schwarzbuch auf die Verschwendung öffentlicher Gelder hin und macht damit auch auf die enorme Staatsverschuldung in Deutschland aufmerksam. Er fordert transparentere Steuermodelle und konsequente Steuervereinfachungen, damit die Steuerzahler, also wir, deutlich entlastet werden.
Der „Schuldneratlas 2010“, herausgegeben von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform kommt zu dem Ergebnis, dass 9,5% aller Deutschen durch Kredite oder sonstige Forderungen überschuldet sind. Im Klartext heißt das: Es sind 6,49 Millionen Bürger betroffen und suchen einen Ausweg aus der Schuldenfalle. Die Auswirkungen der Finanzkrise halten sich bei der Bevölkerung in Bezug auf das Kredit- und Sparverhalten in Grenzen. Das Gefühl, man müsse angesichts der Wirtschaftslage und der unsicheren Lage besser vorsichtig handeln und das Geld möglichst zusammenhalten, ist weit verbreitet. Gerade Geringverdiener zeigen Schwellenängste gegenüber Krediten, da sie sich schnell in einer Abhängigkeit zu Arbeitgeber sehen.

Dem gegenüber steht die Sparquote der Deutschen Haushalte. Die Deutschen haben nach Ausbruch der Finanzmarktkrise ihre Sparanstrengungen weiter verstärkt. Der Anteil der Ersparnisse aus dem verfügbaren Einkommen, die sogenannte Sparquote, ist im Jahr 2009 von 11,2 auf 11,3 Prozent in 2010 gestiegen. Laut Auskunft des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sei diese Quote zuletzt im Jahr 1994 erreicht worden. Das Konsumverhalten und die Bereitschaft, einen Konsumkredit aufzunehmen hat sich deutlich geschwächt. Der Deutsche übt sich in Verzicht und wartet auf „bessere Zeiten“. Viel wichtiger ist es ihm, in seine private Altersvorsorge zu investieren. Und es gibt immer Mittel und Wege seine private Rente oder sogar Betriebsrente aufzustocken. Sei es durch eine Lebensversicherung oder andere gewinnbringende Geldanlagen. Natürlich ist es ratsam, die steuerlichen Aspekte im Blick zu haben und über alle Neuerungen informiert zu sein. Nur so lassen sich Vorteile, die die persönliche Lebenssituation mit sich bringen, ausnutzen. Schließlich lässt sich auch so viel Geld sparen.