Vermeidung des Dispokredites
Einen Dispositionskredit, der auch Kontokorrentkredit oder Überziehungskredit genannt wird, räumen die Banken vielen ihrer Kunden im Zusammenhang mit der Nutzung ihres Girokontos ein. Die Höhe des Dispositionskredites beträgt meistens das zwei- oder dreifache des monatlichen Netto- einkommens, dass auf dem Girokonto eingeht. Dem Kunden wird damit gestattet, innerhalb des eingeräumten Kredit- rahmens sein Konto zu überziehen. Für die Inanspruchnahme des Dispositionskredites zahlt der Verbraucher im Durchschnitt 11% Zinsen. Dieser Dispositionskredit wird meist über einen unbe- grenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt und ermöglicht es den Kunden, auch bei nicht gedecktem Konto, weiter innerhalb der Kreditlinie über dieses zu verfügen. Wird der Dispositionskredit nur hin und wieder in Anspruch genommen, um unvorhergese- hene Ausgaben zu bezahlen ist das auch eine gute Sache. Für viele Verbraucher ist der Dispositionskredit aber eine absolute Schuldenfalle. Wer ständig über seine Verhältnisse lebt und mit dem monatlichen Einkommen den Dispositionskredit nicht mehr ausgleichen kann, der zahlt dafür enorme Gebühren und verliert auch den Überblick.
Das Leben auf Pump hat begonnen. Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Form von Kredit nicht ständig genutzt werden kann, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn der Dispositionskredit auch dafür genutzt wird, um die Raten aus anderen Krediten überhaupt bezahlen zu können und der Dispo zum Monatsende noch über den genehmigten Rahmen hinaus beansprucht wird, spätestens dann sollte gegengesteuert werden. Günstig ist es dann durch die Aufnahme eines Ratenkredites den Dispositionskredit auszugleichen und in Absprache mit der Bank den Kreditrahmen entweder zu verkleinern oder ganz abzuschaffen. Es gibt Banken, die unterstützen ihre Kunden dabei, eine Einnahmen-bzw. Ausgabenrechnung vorzunehmen, um sich einen Überblick über die monatlichen Geldmittel, die zur Verfügung stehen zu verschaffen. Für viele Verbraucher fängt die Verschuldung mit dem Leben aus dem Dispo an. Hier ist es auch notwendig mehr Aufklärung zu betreiben.

